{"id":71,"date":"2016-01-03T18:01:39","date_gmt":"2016-01-03T17:01:39","guid":{"rendered":"http:\/\/rotweiss-karlsruhe.de\/wp\/?page_id=71"},"modified":"2022-01-31T20:38:33","modified_gmt":"2022-01-31T19:38:33","slug":"unser_verein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rotweiss-karlsruhe.de\/wp\/unser_verein\/","title":{"rendered":"Unser Verein"},"content":{"rendered":"<h1>Clubgeschichte<\/h1>\n<p>Der 1. Weltkrieg war l\u00e4ngst vorbei, der 2. noch nicht ganz so pr\u00e4sent, aber es war da schon etwas, was ahnen lie\u00df, dass es bald wieder brenzlig werden w\u00fcrde im alten Kaiserstaat. Tun konnte man herzlich wenig dagegen, au\u00dfer sich eben davon ablenken. Die M\u00f6glichkeiten dazu wurden aufgrund der damals aufkommenden gesellschaftlichen Zw\u00e4nge immer geringer, aber gegen das Tanzen war selbst im Jahre 1934 noch kein Kraut gewachsen.<\/p>\n<p>So kam es, dass sich eine Handvoll begeisterter T\u00e4nzer, genauer gesagt neun Personen, vor \u00fcber 85 Jahren zusammentaten, um einen Tanzsportclub zu gr\u00fcnden &#8222;zum Zweck des Ausbaus und der F\u00f6rderung des gepflegten Gesellschaftstanzes&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Gesellschaftstanzclub Rot-Weiss&#8220; nannte man sich damals, und weder Gesellschaft noch Tanz kamen zu kurz in diesem jungen Club, der inzwischen der \u00e4lteste Tanzsportclub in Karlsruhe ist. Man tanzte damals haupts\u00e4chlich Vergleichsturniere gegen andere &#8222;Tanzschulen&#8220;, sei es nun gegen Mannheim im Waldhotel in Triberg, oder gegen unz\u00e4hlige andere Tanzbegeisterte in den 30er Jahren. Wenn die &#8222;sportliche Pflichtk\u00fcr&#8220; dann abgehandelt war, egal ob Training oder Turnier, ging man &#8222;auf die Rassel&#8220; &#8211; meist in die Gastst\u00e4tte &#8222;Gr\u00fcner Baum&#8220;, wo man dann bei einem &#8222;T\u00e4nzerschorle&#8220; f\u00fcr 55 Pfennige die Tagesereignisse besprach, herumalberte und eben einfach das Beste aus der Zeit machte.<\/p>\n<p>1938 wurde mit erschreckender Deutlichkeit sichtbar, wie weit der Nationalsozialismus und seine Ausw\u00fcchse mittlerweile gediehen waren. Bei einer Formationsdarbietung des Clubs kamen pl\u00f6tzlich einige SS-M\u00e4nner in den Saal und marschierten einfaach so lange kreuz und quer \u00fcber die Tanzfl\u00e4che, bis die Formation zerst\u00f6rt war &#8211; alles nur wegen eines Langsamen Walzers&#8230; Noch viele Jahre hielten die Karlsruher T\u00e4nzer die Stellung gegen den NS-Terror, bis&#8230;<\/p>\n<p>Nun darf man sich nicht vorstellen, dass man sich 1939 trennte, etliche Jahre \u00fcberhaupt nichts voneinander h\u00f6rte, und dann pl\u00f6tzlich &#8211; hopplahopp &#8211; war alles wieder wie vorher. Oh nein, und bei einem Haufen gestandener T\u00e4nzer schon gar nicht. Trotzdem kam die Sache erst wieder so richtig in Schwung, als im Jahr 1949 abermals Albert Eisele die Initiative ergriff, rund 30 Personen einlud, um mit ihnen \u00fcber eine Wiedergr\u00fcndung des Rot-Weiss zu diskutieren. Und ruckzuck wurden aus den 26 Gr\u00fcndungsmitgliedern binnen zwei Monaten schon stolze 49. Zwar gab es nur drei \u00dcbungsabende im Monat, und nicht wie heute zig Trainingsgruppen mit jeweils verschiedenen Trainern und \u00dcbungsleitern, aber ein Anfang war gemacht; und schon im Dezember des gleichen Jahres feierte der Rot-Weiss schon wieder &#8211; wie das nun schon immer seine Art gewesen ist, und auch bleiben sollte: Man verbrachte einen gemeinsamen Nikolausabend, und auch die Clubkasse beteiligte sich, sie unterst\u00fctzte die Unternehmung mit einem einmaligen Zuschuss von 27,78 DM (eine Zahl, die unserer derzeitigen Schatzmeisterin die Tr\u00e4nen in die Augen treiben w\u00fcrde&#8230;). Die zweiten Clubmeister nach dem Kriege hie\u00dfen Margarete und Michael Klaus, letzterer war Gr\u00fcndungs- und Wiedergr\u00fcndungsmitglied.<\/p>\n<p>Jener Michael Klaus war es \u00fcbrigens auch, der einer ehemaligen Rot-Weiss-Turniert\u00e4nzerin geraten hat, ihre Tochter in die Tanzschule Buchholz zu schicken, wo eben jene Tochter dann ihren sp\u00e4teren Mann kennenlernte, mit dem sie im Laufe der Jahre dann unter anderem 6-fache Deutsche Meister der Professionals wurde &#8211; Wolfgang und Monika T\u00f6nnies hei\u00dfen die beiden \u00fcbrigens, und Wolfgang T\u00f6nnies dankt es dem Rot-Weiss auch heute noch, indem er ihm als erfahrener und erfolgreicher Trainer zur Seite steht.<\/p>\n<p>In den 50er Jahren sah \u00fcbrigens die &#8222;Bereifung&#8220; noch etwas anders aus als heute: Man tanzte n\u00e4mlich noch mit Parkettschonern, jenen Filzschlappen also, wie man sie heute allenfalls noch bei Schlossbesichtigungen tr\u00e4gt, sofern der Boden aus einem besonders kostbaren Holz ist.<\/p>\n<p>Als Kennedy Berlin besuchte, wechselte der Rot-Weiss seinen Trainer &#8211; gro\u00dfe Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Assistent dieses Trainers war kein geringerer als Wolfgang T\u00f6nnies.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, also 1964, lud man einen befreundeten franz\u00f6sischen Tanzsportclub zum Vergleichskampf nach Karlsruhe ein. Wiederum ein Jahr sp\u00e4ter hie\u00df es f\u00fcr die Karlsruher ab nach Paris, von wo sie den 2. Platz mit nach Hause brachten. Auch ein Club aus Z\u00fcrich war mit von der Partie gewesen.<\/p>\n<p>1966 schlie\u00dflich wurde Wolfgang T\u00f6nnies endg\u00fcltig Trainer des Rot-Weiss Karlsruhe. Bald war man sich so ans Herz gewachsen, dass man viele Dinge gemeinsam unternahm, wie zum Beispiel die Ausrichtung der deutschen Allroundmeisterschaften der Professionals im Jahr 1973.<\/p>\n<h2>Und dann kam das gro\u00dfe Ereignis in der Geschichte des Rot-Weiss:<\/h2>\n<p>Der TSC Rot-Weiss Karlsruhe er\u00f6ffnete 1984 unter reger Anteilnahme seiner Mitglieder und Freunde ein eigenes Clubhaus im Erbprinzenhof. Zur Er\u00f6ffnungsfeier waren mehr als 100 Mitglieder erschienen. Die renovierten R\u00e4umlichkeiten und das gem\u00fctliche Clubcaf\u00e9 fanden uneingeschr\u00e4nkten Beifall der Mitglieder. Von diesen war Erstaunliches an Renovierungsarbeiten geleistet worden, um dieses Clubhaus seiner Bestimmung \u00fcbergeben zu k\u00f6nnen. Mit fast 250 Mitgliedern war der Rot-Weiss schon damals einer der gr\u00f6\u00dften Tanzsportvereine in Baden-W\u00fcrttemberg. Die sportlichen Erfolge sind nicht zu knapp und auch die gesellschaftliche Seite spielt bei den Mitgliedern eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>Seit 1979 findet einmal j\u00e4hrlich in Bad Herrenalb ein Ball mit wechselnden Turnierklassen statt. Auch in Bad Bergzabern wird seit 1981 ein entsprechender Ball durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1985 richtete der TSC Rot-Weiss in der Badnerlandhalle die Landesmeisterschaften in den Startklassen B- und A-Standard aus.<\/p>\n<p>Erstmals im Jahre 1986 veranstaltete der Club einen &#8222;Tag der offenen T\u00fcr&#8220;. Bis Ende des Jahres hatten bereits \u00fcber 300 Mitglieder Freude am Tanzen im Rot-Weiss. Nach langen Verhandlungen mit der Stadt Karlsruhe gelang es, einen weiteren Trainingssaal im &#8222;Seminarhaus&#8220; zu beziehen.<\/p>\n<p>1989 erschien im August die erste Ausgabe der Clubzeitschrift &#8222;IMPETUS&#8220;, durch die die Mitglieder \u00fcber alle wichtigen Ereignisse im und um den Club herum informiert werden.<\/p>\n<p>Am 21. September 1991 konnte endlich der Traum eines neuen, gr\u00f6\u00dferen Clubheims realisiert werden: An diesem Tag fand die gro\u00dfe Er\u00f6ffnungsfeier f\u00fcr das Tanzsportzentrum des TSC Rot-Weiss Karlsruhe statt, das gr\u00f6\u00dfte in S\u00fcddeutschland. Das neue Clubheim mit nun drei gro\u00dfen R\u00e4umen wird seither stark frequentiert. Jetzt fanden fast monatlich Turniere statt, und auch andere Veranstaltungen wurden bestens besucht.<\/p>\n<p>1994 feierte der TSC Rot-Weiss Karlsruhe e.V. sein 60-j\u00e4hriges Bestehen. Zu diesem Anlass erhielt er ein neues Clublogo. Auch die Clubzeitschrift &#8222;IMPETUS&#8220; hatte Grund zum Feiern, sie bestand bereits seit 5 Jahren. Zum ersten Mal seit der Gr\u00fcndung vor 60 Jahren wird in den Clubr\u00e4umen eine DTSA-Abnahme durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>1996 wurde mit Unterst\u00fctzung des TSC Rot-Weiss in der Europahalle Karlsruhe die Deutsche Meisterschaft in Latein ausgetragen. Ein Jahr sp\u00e4ter fand wiederum in der Europahalle die Weltmeisterschaft in den Standardt\u00e4nzen statt. Im Jahr 1998 war der TSC Rot-Weiss als erster Club Ausrichter eines Tanzturniers f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare, des &#8222;Fidelitas-Cup&#8220;. Am 13. November 1999 fanden in der Europahalle Karlsruhe die Deutschen Meisterschaften im Formationstanz Standard und Latein statt. Auch hier trat der TSC Rot-Weiss als Mitausrichter auf.<\/p>\n<p>Seit der Er\u00f6ffnung des Tanzsportzentrums 1991 werden in den R\u00e4umlichkeiten des TSC Rot-Weiss regelm\u00e4\u00dfig Turnierveranstaltungen im Turnier- und Breitensportbereich durchgef\u00fchrt. Aber es gibt auch viele andere Gelegenheiten, um bei sportlicher oder gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re in unserem Clubheim den einen oder anderen Kontakt zu kn\u00fcpfen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clubgeschichte Der 1. 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